Fünf Wochen auf Sizilien und zwei davon in der Hauptstadt Palermo – was für ein Luxus. Dabei wählten wir nicht eine 5 Sterne-Unterkunft; nein, wir wollten so ursprünglich wie möglich leben und suchten uns ein Apartment direkt in der Altstadt von Palermo unweit des Pretoria-Brunnens.

Für mich war es nicht der erste Palermo-Besuch, sondern der vierte. An den ersten kann ich mich kaum noch erinnern – es ist mittlerweile über 30 Jahre her! Der Vorteil, der durch die vielen Besuche bestand, war nicht nur die Ortskundigkeit, sondern viel mehr die Möglichkeit zu vergleichen:

Hat sich Palermo in den vielen Jahren verbessert oder gar verschlechtert?

Was mir als erstes positiv auffiel war die Verkehrsberuhigung der größten Straßen in der Innenstadt bzw. Altstadt. Via Maqueda, Via Roma und Via Vittorio Emanuele sind entweder teilweise zur Fußgängerzone geworden (Via Maqueda zwischen Quattro Canti und Theater Massimo) oder nur mit Sondergenehmigung zu befahren. Wenn Sie also vorhaben mit dem Auto, Palermo zu besuchen, parken Sie lieber außerhalb dieser Zone – es könnte sonst durch Strafzettel schnell teuer werden!

Die Luftqualität ist dadurch deutlich besser geworden und vermutlich werden die Fassaden der schönen Häuser und Kirchen jetzt nicht mehr so leiden.

Trotzdem, die Altstadt Palermos ist durch die engen Gassen und den wenigen Grünflächen nicht wirklich einladend, sondern eher dunkel. Suchen Sie am besten die offenen Plätze auf, die mit guten Restaurants und Kaffees aufwarten können oder setzen sich einfach auf eine Bank und beobachten das bunte Treiben.

Glücklicherweise ist die Kriminalität in Palermo deutlich zurück gegangen. Wir sprachen mit Einheimischen und Ladenbesitzern, die voller Stolz berichteten, dass ihre Töchter wieder abends und nachts auf die Straßen können, ohne Gefahr zu laufen, dass ihnen etwas zustößt. Das war wohl vor einigen Jahren noch undenkbar.

Auch die Zahl der Läden, die sich der Anti-Mafia-Bewegung anschließen, wächst und der Einfluss der Organisation lässt nach. Sie ist zwar durchaus noch vorhanden, aber in geringerem Ausmaß.

Positiv ist auch zu vermerken, dass gerade die junge Bevölkerung gut Englisch sprechen kann und sehr hilfsbereit ist. Besonders in Restaurants ist die Verständigung vollkommen unproblematisch. Meistens gibt es die Speisekarte sogar noch auf Englisch. Deutsche Sprachkenntnisse sollte man allerdings nicht erwarten – warum auch 😉

Was sollte man in Palermo unbedingt besuchen?

  • Theater Massimo
  • Pretoria Brunnen
  • Kirchen, Kirchen und Kirchen (Kathedrale von Palermo, Normannen-Palast)

Kulinarisch